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Hallo zusammen,

hier mal ein paar erschreckende Bilder des unteren Lenkkopflagers meiner Tiger 1200 RP MY 2022:

Kurz zum Fahrzeug: MY 2022, also ca. 3,5 Jahre alt; ca. 62.000km; alle Wartungen wurden gem. Plan bei einem authorisierten Triumph - Händler durchgeführt; Garagenfahrzeug, d.h. Regen nur auf Touren; keine Reinigung mit Hochdruckreiniger.

 

Im November 2025 meinte der T-Händler nach der großen Inspektion, das LKL müßte bei Gelegenheit getauscht werden, erste Rastpunkte wären zu spüren. Ich habe mich dann entschieden, dies über Winter selber zu machen. Im Zuge dessen dann Wechsel auf Kegelrollenlager und Gabelservice bei einem Fachbetrieb machen zu lassen. Der bei T gestellte Garantieantrag wurde mit Verweis auf die km-Leistung abgelehnt. OK, bei62.000km kann ich damit leben.

 

Das obere LKL war in Ordnung, halbwegs gut gefettet und Rastpunkte waren nicht zu spüren, bzw. nicht auf Innen- oder Außenring zu sehen. Das untere dagegen fast völlig fettfrei, völlig verrostet und voll mit einen Dreck-Rostgemisch. Auf den Bildern ist zu erkennen, daß etwa die nach unten weisenden 2/3 des Lagers verrostet sind, gleiches ist auf dem Rollenkranz zu erkennen. Das deutet auf eingedrungenes Wasser hin. Viel kann das nicht gewesen sein (aber dann doch wohl zu viel!), da ich kein Wasser bzw. keine Feuchtigkiet meim Ausbau erkennen konnte.

Wir reden hier von einer 3,5 Jahre alten Maschine, die Touren mit Regen kennt, aber ansonsten in der Garage steht und, wie oben geschrieben, auch nicht mit Hochdruckreiniger gewaschen wird. Ich habe schon diverse LKL von Maschinen gewechselt, die 20 Jahre oder mehr auf dem Buckel hatten oder bei Wind und Wetter draußen standen, aber kein Lager sah auch nur annähernd so aus.

Ich habe noche eine 1,5 Jahre alte Street Triple RS hier stehen. Da das Vorderrad ohnehin raus muß (neuer Reifen), werde ich mir auch dort mal die LKL ansehen.

 

Mein Fazit:

Ich werde mir wohl in den Winterpausen jeweils die Mühe machen, die Gabel auszubauen, um dann die LKL zu kontrollieren und vor allem zu fetten.

 

VG aus Dortmund

Uwe

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  • Thanks 2
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Moinsen Uwe.

 

Ich finde es immer "spannend", dass der für die Wartung beauftragte Betrieb alle Schuld von sich weißt, wenn trotz der vorgeschriebenen Wartung und Pflege ein LKL so aussieht/aussehen kann.

Das ist schon ein Paradoxum, denn die Werkstatt hat dafür ausreichend Geld einkassiert von dir, um auch dort 10 Gramm Fett einzusetzen.

Ob du nun mit der Werkstatt einen "Streit" beginnst, steht auf einem anderen Blatt.

Ich wäre ziemlich angepisst. 

 

Gruß 

Marko 

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Hi Uwe,

 

also ich habe auch schon einige LKL in meinem Leben gewechselt, darunter auch von Fahrzeugen die jahrelang im Freien standen oder regelmäßig mit Hochdruckreiniger gereinigt wurden.

Ich kann mich an ein Motorrad erinnern, da war die Bremsflüssigkeit keine Flüssigkeit mehr sondern ein brauner Brei. Die hatte sicher 25 Jahre lang keine Wartung gesehen, selbst bei der sah dass LKL besser aus.

 

Echt heftig für ein nicht mal 4 Jahre altes Bike. Da ist irgendwas echt schief gelaufen. Halte ich aber nicht für repräsentativ, dass wäre hier im Forum schon mal aufgefallen.

Was steht bei der 12er auf dem Wartungsplan? Die Bilder würde ich meiner Werkstatt um die Ohren hauen.

 

Aber wie ich schon immer sage, lieber pfusche ich selber an meinem Motorrad herum, wie viel Geld für Pfusch in Werkstätten auszugeben. Ist leider die traurige Realität aus 42 Jahren Kontakt mit Werkstätten

  • Thanks 5
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HI zusammen,

mir geht es nicht um Schuldzuweisung, auch will ich keinen Streit mit der Vertragswerkstatt, die sich ja an den von Triumph vorgegebenem Wartungsplan gehalten hat. der bei jeder Inspektion "Prüfen auf Freigängigkeit" und bei den großen Inspektionen (alle 32.000km) "LKL prüfen / enstellen" vorgibt.

Die Bilder habe ich der Werkstatt gerade mit der Bitte um Weiterleitung an Triumph zugemailt. Bin mal gespannt, ob es da eine Reaktion o.ä. gibt.
Ich hoffe mal nicht, daß das repräsentativ ist und schaue mit in den kommenden Woche mal die LKL der Streety an. Fakt ist aber auch, daß Wartung / Schmierung des LKL nicht vorgesehen ist.

VG

Uwe

Posted (edited)

Das Lenkkopflager sieht für mich so aus, als wenn es nie gefettet worden wäre. Ansonsten könnte es kein solches rostbedingtes Zerstörungsbild geben. Ich kenne die genauen Umstände nicht, daher will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich vermute, dass hier die Werkstatt nicht korrekt gearbeitet hat. 

Eine andere Ursache könnte ich mir nur vorstellen, wenn jemand mit einem Hochdruckreiniger direkt in das Lager gesprüht hätte und die Fettschmierung dabei weggepustet hätte. Aber wer macht denn sowas???

Gruß

Wilfried

Edited by waxman
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vor 21 Minuten schrieb waxman:

... 

, aber ich vermute, dass hier die Werkstatt nicht korrekt gearbeitet hat. 

... 

Gruß

Wilfried

Wenn gemäß Wartungsplan das Fetten des LKL überhaupt nicht vorgesehen ist, hat die Werkstatt warum jetzt genau nicht korrekt gearbeitet? 

Ich möchte von meiner Werkstatt auch keine zusätzliche Arbeiten in Rechnung gestellt bekommen, außer das sind Dinge die VORHER mit mir abgesprochen worden sind, weil die Werkstatt gewisse Erfahrungen mit Schwachstellen hat. 

Hier scheint es aber keine Erfahrungen zu geben, da dieses "Problem" hier im Forum ja auch nicht wirklich bekannt ist. 

Und in meinen Augen hat die Werkstatt sogar alles richtig gemacht, da sie im Rahmen der Inspektion einen Mangel gefunden hat. 

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Dass Triumph mit Fett an Lager spart ist bekannt. In diesem Fall scheint aber auch der Dichtgummi völlig versagt zu haben. Vielleicht achtet @Uwe_D bei Ersatz darauf, dass der neue Ring richtig passt?

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Ok, die Briten/Thailänder waren schon immer etwas sparsam mit Fett, aber selbst das wenige Fett reicht in der Regel aus.

Schlimmer sind die völlig trocken zusammengebauten Kugelgelenke des Schaltgestänges an meinen beiden Streety's, da war eines quasie schon fest und mit etwas Fett in allen Gelenken schalten die völlig unbekannt fluffig und fein.

 

Da hat definitiv länger nicht wenig Wasser drin gestanden, was ja auch nicht Sinn der Sache ist und mehr Fett hätte den Schaden wohl kaum verhindert.

Mit einem Hochdruckreiniger muss man das fast schon wollen, so einfach zugänglich sind die Stellen dann auch nicht.

Oder das Wasser ist auf anderem Weg dahin gekommen, ich denke da an den Lufteinlaß zur Airbox durch den Lenkkopf.

Eigentlich ist das konstruktiv voneinander getrennt, aber vielleicht ist dort im Guss doch eine kleine Öffnung.

Das würde ich mir bei ausgebauter Gabelbrücke mal genauer angucken.

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vor 46 Minuten schrieb Dave1972:

Wenn gemäß Wartungsplan das Fetten des LKL überhaupt nicht vorgesehen ist, hat die Werkstatt warum jetzt genau nicht korrekt gearbeitet? 

Ich möchte von meiner Werkstatt auch keine zusätzliche Arbeiten in Rechnung gestellt bekommen, außer das sind Dinge die VORHER mit mir abgesprochen worden sind, weil die Werkstatt gewisse Erfahrungen mit Schwachstellen hat. 

 


Dave, ich fahre keine aktuelle 1200er, daher weiß ich nicht, ob das Lagerfetten im Wartungsplan vorgesehen ist oder nicht. Wenn es nicht vorgesehen ist, dann liegt das Problem natürlich nicht bei der Werkstatt, sondern bei Triumph. Allerdings ob Fetten oder nicht fetten, so ein Schaden kann eigentlich nur entstehen, wenn auch die Dichtungen schadhaft sind und dann wäre es doch wieder ein Wartungsproblem, denn zumindest die Lagerdichtungen müssten kontrolliert werden. 
Ich halte es allerdings für ein Unding, das Lenkkopflager NICHT im Rahmen der Wartung irgendwann zu fetten, schon gar nicht bei einem konventionellen Kugelrollenlager. 
Gruß

Wilfried

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"Fetten der Lenkkopflager" klingt ja gut, ist aber mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden - die obere Gabelbrücke muss runter, dazu häufig der Lenker ab, Vorderrad und Bremssättel raus (Bremsleitungen), evtl. Schalter u. Gaszug ab- und anbauen. Dann alles retour und LKL einstellen. Das will in der Regel keiner bezahlen. Und Abdichten der LKL ist auch nicht ganz einfach, weil keine zusätzliche Reibung durch Dichtringe o.ä. entstehen sollte - bei meinen Ducatis ist z.t, eine Abdichtung gar nicht vorgesehen, und als ich beim letzen Wechsel der LKL die mitgelieferten Dichtungen montiert hatte, war das Lager so schwergängig, dass ich die Dinger wieder demontieren musste.

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vor 2 Stunden schrieb waxman:


Dave, ich fahre keine aktuelle 1200er, daher weiß ich nicht, ob das Lagerfetten im Wartungsplan vorgesehen ist oder nicht. Wenn es nicht vorgesehen ist, dann liegt das Problem natürlich nicht bei der Werkstatt, sondern bei Triumph. 

... 
Gruß

Wilfried

Das es nicht im Wartungsplan steht, wurde hier schon festgestellt. Deshalb fand ich ja deinen Kommentar etwas "unpassend". 

Und so schlecht kann die Werkstatt auch nicht sein, wenn die einen Mangel am LKL erkannt haben. Der Grund dafür wurde halt erst beim Ausbau gefunden. 

Und im LKL war auch kein Wasser, wie man hier lesen konnte. Somit scheinen auch die Dichtungen nicht so schlecht gewesen zu sein. Und spätestens beim Ausbau wäre das doch ggf. auch aufgefallen. 

Posted (edited)
vor 1 Stunde schrieb Dave1972:

Das es nicht im Wartungsplan steht, wurde hier schon festgestellt. Deshalb fand ich ja deinen Kommentar etwas "unpassend". 

Und so schlecht kann die Werkstatt auch nicht sein, wenn die einen Mangel am LKL erkannt haben. Der Grund dafür wurde halt erst beim Ausbau gefunden. 

Und im LKL war auch kein Wasser, wie man hier lesen konnte. Somit scheinen auch die Dichtungen nicht so schlecht gewesen zu sein. Und spätestens beim Ausbau wäre das doch ggf. auch aufgefallen. 


Dann erklär uns doch mal bitte, wie ansonsten so ein Lagerzerstörungsbild zustande kommen soll. Ich bin gespannt. Hier muss entweder Wasser oder eine andere Substanz im Lager gewesen sein, die aggressiv gegen Metall wirkt. 
Außerdem solltest Du vielleicht Uwes Ursprungsbeitrag noch mal lesen, er schreibt selbst von eingedrungenem Wasser. 
Und ich wiederhole mich: Ein Lenkkopflager nicht zu fetten ist ein Unding und außerdem schreibt Uwe selbst, dass das obere Lager gefettet wurde. 
Gruß

Wilfried

Edited by waxman
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Beim unteren Lager hat sich das wenige Fett halt mit dem Rost zu einer breiigen Masse verwandelt.

 

Beim Tausch fülle ich den Lagerkäfig immer schön mit Fett, im Werk wird da nur kurz mal mit dem Fettpinsel drüber gegangen und das war es.

Nur wenn da mal Wasser drin steht, rostet das Lager dann auch irgendwann.

 

Ich würde wie schon geschrieben mal gucken, ob sich da ein Weg vom Lufteinlass zu den Lagerstellen finden lässt.

Fall ja, den dann mit Dichtungsmasse/Motorsilicon verschließen, sonst fängt das Spiel von vorne an.

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Dass dieses untere Lager niemals gefettet war, dem stimme ich zu. Allerdings war mein erster Gedanke, insbesondere weil es das untere Lager war, dass eine wasserträchtige Winterfahrt bei stark gesalzener nasser Straße für den Salzeintrag gesorgt hat. Muss der Besitzer wissen, ob das der Fall in den ersten ein/zwei Jahren gewesen sein könnte.

 

Und nun etwas aus meinem Berufsleben. Mein Arbeitgeber stellt Stanz-/Biegeteile für die Automobil- und Motorradindustrie her, sogenannte Befestigungselemente (aller Art). Blechstärke zwischen 0,2 und 3,0 mm. 99,9% dieser Artikel werden gehärtet. Nun gibt es beim Härten derart dünnwandiger Teile das Härten im Salzbad, ein sogenanntes bainitisches Härten, auch als Zwischenstufenvergüten bezeichnet. Das Härten im Ölbad, welches die meisten kennen, ist nach dem martensitischen Verfahren. Warum also das bainitische Härten bei diesen Teilen? Weil nur die oberste Schicht sehr hart wird und der Kern - trotz der Dünnwandigkeit - maximal zäh bleibt.

 

Warum erkläre ich das? Weil wir immer wieder mal bei einer unserer Härtereien Reklamationen vornehmen, weil das Salz vom Salzbad nicht ordentlich abgespülte wurde und starke Salzanhaftungen auf der Oberfläche vorhanden sind.

 

Wenn also ein Blindgänger am Montageband derartig "versalzene" Lagerschalen verbaut hat, bedurfte es nur noch der Luftfeuchtigkeit, um eine Salzpaste jahrelang wirken zu lassen.

Nur mal so als Gedankenspiel, was die Ursache sein könnte.

Gruß joe

Edited by joe3l
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Das Kernproblem scheint aber immer wieder die unzureichende (oder nicht vorhandene) Menge an Fett bei der Erstmontage zu sein. Dieses Problem taucht wiederholt auf, z. B. auch an Schwingenlagern (von den älteren Speed Triples öfter berichtet) und anderen beweglichen Teilen.

Aber warum ist das so? Ist das ein Mangel in der Qualitätskontrolle oder womöglich Absicht? Schafft es ein Controller da tastächlich noch ein paar entscheidende Cent in der Fertigung rauszuholen? Denkbar, solange die Lagerstellen die Gewährleistungszeit überstehen, denn dann ist das ja kein Problem für T., sondern für den Endkunden.

Posted (edited)

Hallo zusammen,

na das ist ja eine sehr intensive Diskussion. Ich würde aber gerne noch ein Punkte (wieder) aufgreifen, bzw. klarstellen:

  • Die Maschine wird nicht im Winter bei Matsch und Saz gefahren, also kein Salz.
  • Das untere Lager war fast völlig fettfrei, Reste von Fett auch in Kombination mit Rost waren vorhanden und sind auch zu erkennen-
  • Wassereintritt war eine Vermutung, Wasserreste konnte ich bei der Demontage nicht erkennen. Für Wasser spricht eben der Rost und die Tatsache, daß nur der nach unten weisende Teil verrostet ist. Dies ist auf dem Bild mit Dichtring gut zu erkennen.
  • Es dürfte sich auch nur um eine sehr geringe Menge Wasser handeln, z.B. ein Paar Tropfen bei einer Regenfahrt oder so, denn es gibt keine Spuren von ausgelaufenem (rostigen) Wasser auf der unteren Gabelbrücke. Das würde dort schnell auffallen. Auch Stand ja kein Wasser in dem LK-Rohr.
  • Ein Loch an dem Steuerkopfrohr konnte ich nicht finden.
  • Gefettet werden die Lager im Zuge einer Inspektion gem. Wartungsplan nicht
  • Die beiden Dichtungen waren augenscheinlich völlig in Ordnung (aber das muß nichts heißen) und waren auvch korrekt eingebaut. Beim unteren bin ich mir nicht ganz sicher, da voller Dreck und nach dem Abziehen des Lagerringes war der Dichtring dann ohnehin beschädigt.
  • Der Werkstatt kann man keinen Vorwurf machen, fetten ist nicht vorgesehen und die Kontrollen wurden gemacht. Dabei wurde ja auch auf "beginnenden Verschleiß" des LKL hingewiesen.
  • Wie Ingo schon geschrieben hat: Wer will schon die erheblich höheren Inspektionskosten fürs Fetten der LKL zahlen?

@Snaporaz: Wenn ich LKL wechsel, löse ich den Lenker und hänge den einfach mit allen angebauten Armaturen an die Decke, so ca. 10-15cm höher. Dann läßt sich die Gabelbrücke etc. ausbauen, ohne das ganze Lenkergedöns abzubauen.

 

VG

Uwe

Edited by Uwe_D
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Gibt es bei aktuellen Reisenenduros quer über alle Hersteller tatäschlich welche, bei denen das LKL bei der Inspektion gefettet wird? Kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen. Das sind mal eben zwei Abreitsstunden mehr. Wer von Euch würde das denn zahlen wollen? Es ist doch erheblich einfacher und günstiger, das LKL bei Verdacht zu tauschen.

 

Die Bilder vom defekten LKL sehen schon ziemlich krass aus. Allerdings sind defekte LKL, so lange ich zurück denken kann, schon immer bei Motorrädern ein Thema gewesen. Deshalb prüft man das auch bei der Inspektion, beim TÜV und jeder von uns hoffentlich auch beim Gebrauchtkauf. Die Lager sind nicht besonders teuer, man kann bei einem Tausch ja "bessere" verbauen.

 

62000 Kilometer sind bei einem Motorrad nunmal auch mehr als ordentlich eingefahren. Wenn die Maschine noch artgerecht bewegt wurde, naja, dann ist es halt so. Brutale Pisten und danach Starkregen im Gebirge, mich wundert es bei meiner, dass so wenig kaputt geht.

 

Finds jetzt nicht total tragisch. Scheint auch kein Serienfehlerdingens zu sein. Bin da recht unaufgeregt.

 

Und Danke fürs zeigen! Sieht man sonst nirgends so...

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vor 34 Minuten schrieb srk:

Deshalb prüft man das auch bei der Inspektion, beim TÜV und jeder von uns hoffentlich auch beim Gebrauchtkauf.

Aber sicher nicht, um zu prüfen ob das LKL pulverisierter Rost ist. Bei derartigen Überprüfungen geht es um Verschleiß durch Kugeleinschläge. Das sind schon zwei Paar unterschiedliche Stiefel.

Posted

Liebe Leute, ich sehe auf den Fotos viel Schmotz aus Rost und Fett, aber kein Lager das dazu passen würde. Der Käfig ist rostfrei, die Kugeln vollständig und ebenfalls ohne Rost. Lediglich die Laufschale wurde etwas angegriffen. Auch ist die vorhandene Fettmenge völlig ausreichend, für ein solch langsam laufendes Lager.

Der sichtbare Zustand kommt von einem völlig anderen Geschehnis, den gilt es zu lokalisieren und beseitigen, bevor das Bike in 10 Jahren keinen Lenkkopf mehr hat. ;)

 

Mein Verdacht geht in eine ähnliche Richtung wie die von Joe erzählte Geschichte mit dem Nitrieren. Nur könnte ich mir vorstellen, dass es an einer Phosphatierung liegt, die nicht gründlich gespült wurde.

Mein Vorschlag: Das Lenkrohr säubern und fettfrei machen, mit einer Mischung aus Leinöl und Xylol (alter Tipp aus der Oldtimerszene) vor Rost schützen und neue Lager einbauen. Bei den Lagern darauf achten, dass das Fett gut eingearbeitet ist, da sich das Fett durch Bewegung nur gering verteilt. Aber das muss ich den alten Hasen hier nicht erklären...

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vor 15 Stunden schrieb waxman:


Dann erklär uns doch mal bitte, wie ansonsten so ein Lagerzerstörungsbild zustande kommen soll. 

Woher soll ich das denn Wissen. 

 

Und er schreibt folgendes:

"Das deutet auf eingedrungenes Wasser hin. Viel kann das nicht gewesen sein (aber dann doch wohl zu viel!), da ich kein Wasser bzw. keine Feuchtigkiet meim Ausbau erkennen konnte."

 

Ich weiß jetzt nicht, wo genau da steht das Wasser drin war! Es deutet darauf hin, aber er hat kein Wasser bzw. Feuchtigkeit erkannt. Scheinbar willst du lesen, was du lesen willst. ;) 

Also was willst du jetzt genau von mir?

Am Ende ging es mir auch nur darum, dass der FTH daran keine Schuld hat, da keine Fettung im Rahmen einer Inspektion vorgeschrieben ist. LKL würde geprüft, wie es der Hersteller vorschreibt. Also hat der FTH alles richtig gemacht. 

Edited by Dave1972
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vor 12 Stunden schrieb Uwe_D:

@Snaporaz: Wenn ich LKL wechsel, löse ich den Lenker und hänge den einfach mit allen angebauten Armaturen an die Decke, so ca. 10-15cm höher. Dann läßt sich die Gabelbrücke etc. ausbauen, ohne das ganze Lenkergedöns abzubauen.

Genau darum ist selber schrauben (wenn man die Möglichkeit dafür hat) immer empfehlenswert.

Was sind schon eine oder zwei Stunden mehr, um das LKL nachzufetten?

 

Ich habe in der Garage eine kleine elektrische Seilwinde, da hänge ich den ganzen Vorbau meiner Maschine dran.

Bremzangen ab, Felge raus und ich kann die Gabelholme nach unten raus ziehen. Den Lenker abschrauben und schon kann man die Gabelbrücke ohne weiteren Aufwand demontieren, fetten und einer Sichtprüfung unterziehen. Wenn man das so macht kann man gleich das Radlager prüfen, die Bremzangen reinigen, etc.

All die Dinge die keiner in der Werkstatt machen lässt, weil zu teuer. 

 

Ich fahre auch Endlosketten, da ich regelmäßig die Schwinge ausbaue um die Lager zu fetten. Bei manchen Motorräder kann man sonst unangenehme Überraschungen erleben.

Bei meiner KLR z.B. gibt es da eine Schwachstelle, da hilft zum Ausbau der Schwinge, dann nur noch eine Flex, nach einigen Jahren ohne Pflege!

Posted (edited)
vor 52 Minuten schrieb Dave1972:

Woher soll ich das denn Wissen. 

 


Dann halt Dich halt mit Aussagen zurück.
Und wenn dort mal Wasser eingedrungen sein sollte, was neben den von Joe genannten Gründen ein weiterer möglicher Grund für das Lagerbild ist, dann heißt das nicht, das es beim Ausbau durch Uwe noch vorhanden ist. 
Außerdem hatte ich doch schon geschrieben: Wenn das Lager fetten nicht im Wartungsplan steht (und das müsste sicher nicht bei JEDER Wartung erfolgen sondern etwa nach allen 30.000 - 40.000 km), dann ist das ein Versäumnis natürlich  NICHT von der Werkstatt sondern von Triumph. Dann hätte das Lager bei der Produktion ausreichend gefettet werden müssen, was wohl nicht erfolgt ist. Und jetzt meine persönliche Meinung dazu: Ich schließe mich der Auffassung von Werner an. Wenn das Lagerfetten nicht im Wartungsplan steht, sollte man es etwa alle 30.000 - 40.000 km selber machen. Ein gut gefettetes und richtig eingestelltes LKL Lager hält deutlich länger als ein trockenes oder mangelhaft gefettetes Lager. Eine Lagererneuerung ist deutlich aufwändiger als ein einmaliges oder zweimaliges Nachfetten. 

Und jetzt denke ich sollten wir Beide diese unergiebige Diskussion beenden. 
Gruß

Wilfried
 

Edited by waxman
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Moin Rätzelnde,

 

es ist mittlerweile usus an den Montagebändern, dass trocken, d.h. ohne Fett montiert wird, da sich die Schmiere dann an der ganzen Linie verteilt. So würde das Fett an Stellen geraten, wo es nicht gebraucht oder sinnvoll ist. Wird seit Jahren schon so in der Automobil-Industrie gemacht, selbst Lagerbuchsen werden fettfrei montiert. Der gewissenhafte Schrauber, wird, sofern er an der Stelle zerlegt, großzügig Fett bei der Montage verwenden.

 

Schöne Grüße

Jens

  • Thanks 1
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vor 2 Stunden schrieb waxman:


Dann halt Dich halt mit Aussagen zurück.

Und jetzt denke ich sollten wir Beide diese unergiebige Diskussion beenden. 
Gruß

Wilfried

Wer bist du, dass du mir den Mund verbietest? Ist dein Ego verletzt? :innocent:

 

Gerne. Schönen Tag noch und immer eine unfallfreie Fahrt gewünscht. ;)

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vor 5 Stunden schrieb MelKlu:

dass es an einer Phosphatierung liegt

Hach, und genau Ende Oktober hatten wir hier ebenfalls eine riesen Reklamation. Annähernd 500.000 Teile wurden auf Kundenwunsch 3fach phosphatiert. Leider war beim Lieferanten für die Phosphatierung das "Waschbecken" derart verseucht, dass es seine Funktion der Reinigung nicht mehr erfüllt hat. Die Teile sehen von der Kontur her einer Lagerschale ähnlich, sind aber Sicherungsringe für Wellen. Das bedeutet, die Teile sind "schöpfend", soll heißen, es kann sich in der Kuhle Wasser sammeln. Und so ist die dort drin stehende Brühe innerhalb von 48 Stunden derart aggressiv gewesen, dass eine halbe Million Teile zerfressen waren. Nachdem das Wasser verdunstet war, blieb ein Schlamm in genau der eingangs gezeigten Farbe übrig. Ich wollte das anfangs nur nicht erwähnen, weil ich nicht wusste, ob Lagerschalen brüniert werden.

Gruß joe

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vor 3 Stunden schrieb Dave1972:

Wer bist du, dass du mir den Mund verbietest? Ist dein Ego verletzt? :innocent:

🤦‍♂️

 

vor 3 Stunden schrieb Dave1972:

 

Gerne. Schönen Tag noch und immer eine unfallfreie Fahrt gewünscht. ;)


Ebenfalls gerne. Und auch ein schönes neues Jahr und unfallfreie Fahrt. 👋

 

Gruß

Wilfried

Posted

              Hatte selber noch nie derartige Probleme aber wenn das sehe wäre es schon fast sinnvoll wenn am Lenkkopflager Schmiernippel für die Fettpresse verbaut würden dann könnte man von

              aussen gut zugänglich ab und an schnell mal die Lager Fetten denke dann würden diese Lager locker ein Motorradleben überstehen.:biken2:

 

              Gruß Sebastian

 

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@tigerei:

 

Genau das "hatte" ich vor, wollte aber aus Angstgründen kein Loch in den Steuerkopf oder den Rahmen bohren.

An meiner T709 ist das Lenkrohr hohl (deswegen Rohr :totlach:), vielleicht lässt sich darüber nach Lösen der oberen Lenkkopfschraube mittel- bis zähfließendes Fett nach unten befördern.

Oder selbst eine Kartusche anfertigen und von oben das Fett durchpressen.

Eine Lagerdichtung gibt es nicht, nur unter dem unteren Kegelrollenlager ist ein Nilosring (zum Schutz gegen Spritzwasser?) verbaut.

Serienmäßig war da auch wenig Fett, ich habe erst einmal das LKL gewechselt und bis jetzt ist alles noch normal gängig.

 

Fred

 

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Moin Sebastian,

 

...aber nur, wenn es Kegelrollenlager sind und gut eingestellt. Ein Schrägkugellager wird im Lenkkopf nie die Lebensdauer erreichen, da sie nicht gegeneinander eingestellt werden können. Die Umrüstung des LKL auf Kegelrollenlager mit Nilosringen und reichlich Fettfüllung ist da sinnvoll, da man sie auch ordentlich einstellen kann.

 

Schöne Grüße

Jens

  • Thanks 2
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vor einer Stunde schrieb tigerei:

    ...   wenn am Lenkkopflager Schmiernippel für die Fettpresse verbaut würden    ...   

 

Hallo Sebastian,

 

oder bist du gar der Thomas Mann. Der hat auch immer ellenlange Sätze geschrieben, allerdings mit entsprechender Zeichensetzung.  :totlach:

 

Spaß beiseite. Diese Idee hatte schon mal jemand im BMW-Forum. Der hat einen Schmiernippel vorne ins Lenkrohr geschraubt und dann so lange Fett reingepumt, bis es unten wieder raus kam und gehofft, dass das obere Lager auch genug Fett mitbekommen hat. Ob das allerings so zielführend ist, ich weiß nicht!

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Ich könnte mir vorstellen, dass eine Fettfüllung, noch mit leichtem Überdruck, für eine unangenehme Schwergängigkeit sorgen würde. Es gibt doch aber genügend Möglichkeiten, einen Holraum vor Rost zu schützen, oder?

Die Lenkkopflager benötigen funktionell nicht viel Fett, denn sie werden nicht sehr durch Reibung belastet, sondern auf Drücke in verschiedenste Richtungen. Also Fett nur, dass kein Wasser oder Schmutz eindringen kann und sich das Lager fluffig drehen kann.

Alles was die Reibung im Lager erhöht, kann Probleme machen. Das ist dann auch der einzige Nachteil des Kegel-Rollen-Lagers selbst.

  • Like 1
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Am 5.1.2026 um 19:30 schrieb MelKlu:

Ich könnte mir vorstellen, dass eine Fettfüllung, noch mit leichtem Überdruck, für eine unangenehme Schwergängigkeit sorgen würde. Es gibt doch aber genügend Möglichkeiten, einen Holraum vor Rost zu schützen, oder?

Die Lenkkopflager benötigen funktionell nicht viel Fett, denn sie werden nicht sehr durch Reibung belastet, sondern auf Drücke in verschiedenste Richtungen. Also Fett nur, dass kein Wasser oder Schmutz eindringen kann und sich das Lager fluffig drehen kann.

Alles was die Reibung im Lager erhöht, kann Probleme machen. Das ist dann auch der einzige Nachteil des Kegel-Rollen-Lagers selbst.

Alternativ um die Gefahr der Schwergängigkeit zu umgehen wäre vielleicht noch die Möglichkeit Wellendichtringe (Simmeringe) zu verbauen und den Hohlraum mit Öl zu befüllen:D

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@tigerei das ganze Theater würde es nicht geben, wenn man 2RS-Lager (geschlossene, fettgefüllte) verwenden könnte.

Die gibt es allerdings nicht in schräger Arbeitsweise, weil sie je nach Vorspannung undichtwerden würden. So bleibt es eben nur wie es ist.

Hochwertige Schrägtonnenlager, intensiv gefettet verwenden, oder wenn ein Motorrad zum Pendeln neigt oder ständige Richtungskorrekturen benötigt, normale schräge Kugellager. Einmal ordentlich gemacht, sollte das 50,000 Kilometer und mehr überstehen, bevor man danach schauen muss.

Posted
vor 20 Stunden schrieb tigerei:

Alternativ um die Gefahr der Schwergängigkeit zu umgehen wäre vielleicht noch die Möglichkeit Wellendichtringe (Simmeringe) zu verbauen und den Hohlraum mit Öl zu befüllen:D

 Dann doch lieber Fett, das kann nicht auf Rad oder Bremsscheibe tropfen :cry2:

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