Jump to content

Recommended Posts

Posted

Guten morgen zusammen :xmas19:

Ich bräuchte mal eure Erfahrung in Sachen Fahrwerk der Tiger.

 

Ich habe bei meinem Tiger die Gabelholme vorne ausgebaut. 

Ich hätte gerne für die nächste Saison die Gabel anders abgestimmt. 

Und zwar hätte ich gerne dass ich die Tiger etwas sportlicher bewegen kann. Bedeutet für mich, dass sie beim anbremsen vor der Kurve nicht so stark abtaucht. Und auch wenn ich zu zweit fahre mehr Reserven habe.

Jetzt habe ich schon ein paar mal gelesen dass die Progressiv Federn von Wilbers gut sein sollen. 

 

Wie sind da eure Erfahrungen mit diesen Federn? Und welches gabelöl würdet ihr mir dann empfehlen ein 10er oder 15 er ? 

 

Wünsche euch noch einen schönen Samstag. 

 

LG Matze 

Posted

Hi Matze,

 

ich habe meine Gabel bei Franz-Racing überholen lassen. Da sind dann lineare Federn von Öhlins reingekommen, da die sensibler über den gesamten Dämpfbereich ansprechen. Außerdem ist das Shims-Paket und das Öl geändert worden. Ich habe danach ein anderes Motorrad gehabt. Nur die Feder zu wechseln bringt nicht viel, wenn überhaupt etwas. 

Posted

Moin Matze,

wenn du nur die Gabel etwas staffer haben willst, damit sie beim Bremsen nicht mehr so stark eintaucht, taugt ein Wechsel der Federn auf die progressiv gewickelten Federn von Wilbers schon. Dann Wechsel auch das Gabelöl auf die von Wilbers angegebene Viskosität und auf das angegebene Luftploster. Franz-Racing braucht es bei der 955er (Schaukelpferd) nicht. Ich meine, dass ich mir damals Öl in SAE 12,5 gemischt habe.

 

Schöne Grüße

Jens

Posted

es gibt ja min 3 verschiedene 709 er Gabeln - 885 / 955 Speiche / 955 Gussrad - die sich auch bei den Innereien unterscheiden!

Hier EINE allgemeingültige technische Ansage ist also kaum möglich.

 

Auf der Verpackung der modellspezifischen Nachrüstfedern - oder im Beipackzettel - waren bzw sind vom Hersteller Empfehlungen für Ölviskosität und Füllmenge bzw Luftpolster angegeben... im Rahmen persönlicher Vorlieben können diese dann noch modifiziert werden.... 

 

mfg Manne

Posted

Hallo Manfred,

 

Gußradtigergabeln haben weniger Federweg. Aber worin unterscheiden sich 885er Gabeln von denen der 955er Speiche?

 

Grüße Jens 

Posted

dort sind unterschiedliche Federn und damit auch unterschiedlich lange Vorspannhülsen verbaut....

Posted

Moin Jens,

die 885er Gabeln sind deutlich weicher bezüglich Feder und Dämpfung abgestimmt und sorgen für ein Schaukelpferdfeeling. die Gabel der 955er Spieche ist etwas straffer, aber mir gefiel es erst mit Wilbersfedern und angepasstem Öl.

 

Schöne Grüße

Jens

Posted (edited)

Ja ich habe gerade mal die ET Nummern der Dämpfer und umliegenden Teile bei Triumphworld verglichen. Die sind allesamt unterschiedlich. 

Ich fahre in meiner 955er Speiche progressive Wilbers mit 10er Öl und 140er Luftkammer und komme bestens damit klar.

Edited by tc500
Posted

Was mich interessieren würde, was ist das, wie soll das funktionieren und was soll es bewirken? 

Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht?

Screenshot_20240331_093349_eBay.jpg

Screenshot_20240331_093403_eBay.jpg

Screenshot_20230817_192924_eBay.jpg

Screenshot_20230817_192907_eBay.jpg

Posted

Moin Jens,

so, wie es aussieht, soll damit der Öldurchfluss, geändert werden. Damit soll die Dämpfung geändert werden. Ob es so funktioniert, weiß ich nicht, da ich keine Erfahrungen damit habe.

 

Schöne Grüße

Jens

Posted

Hab ich mir fast gedacht dass es hier sehr unterschiedliche Meinungen zur Gabelabstimmung gibt. Also die ganze Gabel überholen lassen wollt ich eigentlich nicht. Ich denke ich werde es mal mit den Progressiven Federn von Wilbers und dem angegebenen Öl versuchen. Scheinen ja keine schlechte Wahl zu sein....

 

Das öl war auch schon sehr dunkel und hat gestunken. Denke neues Öl macht auch schonmal einiges aus. 

 

Schönes Abend euch noch 

 

 

Posted

Auf progressive Gabelfedern tauschen, kann man machen. Bringt aber nur auf der Straße, mit häufigem Wechsel desNutzungsprofil einen geringen Vorteil. Du solltest dem Verkäufer dann allerdings mehr Infos geben als uns.

 

Um das Eintauchen etwas zu mildern und zu bremsen, würde ich zuerst die Federweg-Aufteilung überprüfen und wenn nötig einstellen. Dann das Öl wechseln und das Luftpolster um etwa 10 Millimeter verringern. Somit bekommst du (hoffentlich) weniger Rebound und mehr Progression zum Einfederende hin. Sowohl in der Federung als auch bei der Dämpfung.

Je nach dem wie verbraucht das Öl schon ist, wird alleine der Austausch deutlich spürbar sein. Du solltest aber darauf achten ein ähnliches Öl wie original (KYB G10) zu verwenden. Dabei meine ich nicht den SAE-Wert, sondern die dynamische Viskosität. Habe ich aber schon in mehreren Threads darauf hingewiesen.

Posted
Am 22.11.2025 um 16:14 schrieb tc500:

Was mich interessieren würde, was ist das, wie soll das funktionieren und was soll es bewirken? 

Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht?

Screenshot_20240331_093349_eBay.jpg

Screenshot_20240331_093403_eBay.jpg

Screenshot_20230817_192924_eBay.jpg

Screenshot_20230817_192907_eBay.jpg

Das obere Foto zeigt einen verstellbaren Ventilblock einer Gabel. Die Löcher können durch eine darüberliegende Scheibe reduziert und dadurch die Ölströmung verändert werden. Die sichtbaren Federn dienen als Endanschlagsdämpfung.

Das System passt aber so nicht zur 955er Gabel.

 

Darunter sieht man offene Cartridge-Einheiten.

Posted

Wir wissen nicht, um welche Gabel es sich handelt.

Ich kann nur zu meiner 885er sagen, dass ich zuerst Wirth- Federn verbaut hatte und die quasi sofort wieder ausgebaut habe, ein Eisenrohr hätte nicht schlechter gefedert.

Diese wurden durch besser fahrbare Wilbers ersetzt, aber zufrieden sein ist anders.

Kleine Fahrbahnunebenheiten werden fast nicht gedämpft, habe schon zig Ölviskositäten probiert in Kombination mit unterschiedlichen Luftpolstern.

Selbst 5er Öl lässt die Gabel nicht gut arbeiten, im Moment fahre ich 10er Hydrauliköl mit größerer Luftkammer.

Immerhin hat die Gabel (oder soll haben) einen sehr großen Federweg, für was eigentlich?

Mein Ziel war es anfänglich, das starke Eintauchen beim Bremsen zu vermindern, das haben beide Federsätze erreicht.

Insgesamt ist die Gabel vorn zu hart bei zu wenig Dämpfung, aber man gewöhnt sich an alles.

Posted
Am 22.11.2025 um 21:03 schrieb MBATiger:

 

Das öl war auch schon sehr dunkel und hat gestunken. Denke neues Öl macht auch schonmal einiges aus. 

 

 

Moin 

 

Das glaube ich auch , wer weiß wie lange das Öl schon da drin ist und wie ein Gabelölwechsel ausgeführt wurde .

 

Diese arbeit muss fachmännisch gemacht werden und beide Holme müssen penibelst genau gleich befüllt werden , das ist wichtig !

Posted

@Düse ich kann dir leider nicht gänzlich folgen.

Wenn du von „hart“ sprichst, ist das natürlich eine sehr wage Aussage. Wenn du allerdings von Federeigenschaften eines Eisenrohrs sprichst, kommt mir sofort ein Gedanke… Bist du dir sicher, dass du die richtigen Federn gekauft hast? So wie beim Federbein ist auch bei den Gabelfedern der Unterschied zwischen Guß- und Speichenrad-Tiger gravierend. Die Hersteller/Verkäufer scheinen das nicht immer zu wissen, oder verkaufen dir einfach alles, hauptsache es liegt im Lager.

 

Ich persönlich habe die originale Feder weiter verwendet, obwohl sie mir deutlich zu hart war. So habe ich die letzten 3 bis 4“ Federweg nicht genutzt, doch es war okay. Störender empfand ich es aber, dass Zug- und Druckstufendämpfung nicht richtig zusammenpassen wollten. Original war die Druckstufe zu hart und die Zugstufe zu weich. Veränderte Ölviskosität verschob diese Eigenschaft lediglich in die eine oder andere Richtung, weshalb ich die Bohrungen des Dämpferrohrs etwas weitete und mir eine dickere Hydrauliksuppe mischte. Da müsst ihr aber herumprobieren, daß das dann für eure Bedürfnisse passt.

 

Btw.:

Ich wiederhole mich nochmals! SAE 10 ist aus Sicht der Funktion nicht gleich SAE 10. Es beschreibt lediglich die Viskosität, als ob die Flüssigkeit in einem Glas vor euch auf dem Tisch steht. In der Gabel arbeitend, bei 105°F und mehr, ist nur noch die dynamische Viskosität relevant. Und handelsübliche Hydraulikflüssigkeiten haben gänzlich andere Bezeichnungen. Da entspricht beispielsweise ein HLP32 dem SAE10, verhält sich dynamisch aber auch wieder völlig anders.

Also schaut bitte auf der Verpackung nach dem Begriff „cST“ (Centistoke) oder der Einheit mm²/s. Ein Wert um 35 entspricht dem originalen Triumph-Kayaba-Öl

  • Like 1
Posted

KlSchMo an:

 

105° F(ahrenheit) = knapp 41° C

 

KlSchMo aus.

:innocent:

Posted

Hallo Mel,

 

ich habe die Federn explizit für die T709, Bj. 2000, gekauft.

Bis dahin ist sie beim Bremsen sehr weit eingetaucht, wenn da noch eine Bodenwelle war, wurde es kritisch.

Sowohl die Wirth-  als auch die Wilbersfedern haben zumindest dieses Fahrverhalten verbessert, aber gerade von den hochgelobten Wilbers hatte ich deutlich mehr erwartet.

Verschiedene Ölsorten und auch Viskositäten (*) sowie verschiedene Ölstände verbessern die Situation nicht wirklich.

Und Umbauten am Federbein hätte ich machen können, aber das kann ja nicht der Weg sein, nicht jeder traut sich das zu oder hat die Möglichkeiten.

Zudem habe ich vor nicht all zu langer Zeit noch ein Wilbers Federbein gekauft, welches extra nach meinen Angaben gefertigt wurde oder werden sollte.

Dieses habe ich mehrfach zurückgesendet, weil es extrem hart ausgelegt und für mich nicht fahrbar war.

Selbst nach diesen Umbauten ist das Fahrverhalten nicht so, wie ein maßgeschneidertes Federbein sein sollte.

Erst mit vollem Gepäck fährt sich die Maschine so, wie ich sie leer haben möchte.

(*)

Je nach Hersteller ist die Viskosität bei Ölen mit gleichem Viskositätswert völlig unterschiedlich, deshalb habe ich mich testweise für ein Hydrauliköl entschieden, bei denen die Werte besser vergleichbar sind.

"Gabelöl" im Wortsinn gibt es nicht, ein Federbein bzw. Dämpfer ist eine hydraulische Einheit.

Und Hydrauliköl kostet etwa 1/10 dessen, was für Gabelöle verlangt wird, das ist aber nicht der entscheidende Faktor.

 

Gruß Fred 

Posted

Hallo Fred,

die selbe Erfahrung habe ich auch gemacht. Die meisten Bestellungen, die ich machte, haben nicht gepasst oder waren am Ende nicht wie versprochen. Nur sinnlos hart können die meisten.

Mit Öhlins hatte ich bislang gute Erfahrungen, liegt aber wohl auch daran, dass der Importeur sehr lange erfolgreich im Rennsport war.

Mittlerweile vermesse ich die Federn aber selbst, berechne die erforderliche Konstante und lasse sie bei einem Federschmiede wickeln.

 

Den Fall mit der verwechselten Feder beim Tiger hatte ich tasächlich schon. Für Modell '01 bestellt und '05 bekommen. Ebenso das Federbein. Das wurde das selbe Drama wie mit dem Briten hier im Forum, der in seinem Restaurationsobjekt das Bein des neueren Modell hatte.

Die Gabelfeder der Neuen ist kürzer und härter und damit die Speichenrad Tiger vorne, nicht wie ein kurzbeiniger Dackel da steht, müssen gegen die Einbauanleitung Hülsen eingebaut werden. So erklärte das jedenfalls der technische Support. Das war natürlich Unsinn, weil gar nicht genügend Weg hatte und schon vor der Gabel auf Block ging. Ein Negativfederweg konnte auch nicht vernünftig eingestellt werden und die Härte war ähnlich wie das von dir beschriebene Eisenrohr.

 

Was ich damit sagen möchte: Wenn ihr irgend etwas für euer Fahrwerk kauft, passt auf wie ein Luchs. Vergleicht lieber einmal zu viel und glaubt erstmal nicht, dass irgend etwas nach euren Angaben verkauft wurde. Erst wenn ihr es ausprobiert habt, könnt ihr sicher sein.

  • Like 1
Posted
Am 24.11.2025 um 17:58 schrieb Düse:

   ...   Zudem habe ich vor nicht all zu langer Zeit noch ein Wilbers Federbein gekauft, welches extra nach meinen Angaben gefertigt wurde oder werden sollte.

Dieses habe ich mehrfach zurückgesendet, weil es extrem hart ausgelegt und für mich nicht fahrbar war.   ...   

 

Die Erfahrung musste ich leider auch mehrfach mit Wilbers Federbeinen machen. Deswegen war mein Weg letztendlich zu Franz-Racing. Da bekommt man das, was man bestellt!  :oldguy2:

Posted

Hey hey. Also ich habe jetzt mit einem

gesprochen, der nur Moped Fahrwerke abstimmt und sämtliche Gabeln wartet.

( SETUP- Factory.de ) Er hat mir jetzt Lineare Federn von Öhlins rausgesucht und auch passendes Öl von denen. Werde jetzt meine Gabel dort hin schicken und er macht mir nen kompletten Gabelservice und die neuen Federn rein. Er meinte die Wilbers sind ganz gut, aber halt von der Kraftaufnahme kaum stärker als die Originalen.

 

LG Matthias 

Posted
vor 13 Stunden schrieb MBATiger:

aber halt von der Kraftaufnahme kaum stärker als die Originalen.

 

LG Matthias 

Bin ich zwar anderer Meinung, wie ich oben schon schrieb, aber eine kpl. Überholung mit Öhlins- Teilen wird sicher eine gute Investition sein.

Lass dir genau sagen, welches Öl er einfüllt und welche Luftkammer er einstellt, dann hast du schon die Werte fürs nächste Mal.

 

Fred

Posted

@Düse Hallo Fred,

Die Herstellung von Fahrwerkskomponenten ist keine Raketenwissenschaft. Aber die effektive Kombination der Komponenten erfordert viel Erfahrung und viel Gefühl.

Den Kunden nach seinem Gewicht und Einsatzzweck zu fragen ist ein Marketing Gag, der offensichtlich gut funktioniert. Aber überlegt einmal, welcher Zubehör-Händler dieses leisten kann? Also muss im idealen Fall ein Federbein oder eine Gabelfeder beim Hersteller einzeln bestellt werden. Dieser Hersteller beliefert allerdings die Fahrzeugindustrie, konfektioniert große Serien und ist sicherlich begeistert, wenn jede Woche ein kleiner Händler bei ihm anruft, 30 min. Anforderungsprofile diskutiert, dann ein Teil aus seiner Serie herausnimmt, und seinen besten Mechaniker das Teil von Hand zusammenbauen lässt. Und letztlich noch über Rabatte feilschen?!

Glaubt es oder auch nicht: Bei einer Federbeinbestellung bekommt ihr eine homoglierte Standartkonfiguration, bestenfalls mit angepasster Federvorspannung.

Bei Gabelfedern sieht das nicht besser aus. Federschmiede haben 2, 3 verschieden dicke Drähte, die sie um verschiedene Dorne herum wickeln, für unterschiedliche Gabelquerschnitte. Der Abstand der Lagen und die Drahtfestigkeit bestimmt dabei die spätere Federkraft. Für ein paar Cent mehr werden sie noch progressiv gezogen. Diese Federn werden dann abgelängt und thermisch nachbehandelt. So gehen sie an die Motorradhersteller oder Firmen wie die von euch benannten.

Da Federelemente geprüft und zugelassen werden müssen, geschieht dies mit einem Prototypen des Motorrads aber auch des Fahrers. Alleine schon wegen der Stückzahlen tut sich hierbei der Motorradhersteller finanziell viel leichter als ein Fahrwerksspezialist, doch überall wird gespart. Bike X, Bike Y, haben den selben Gabeldurchmesser, etwa das selbe Gewicht auf dem Vorderrad plus Fahrergewicht 200 lb, also kommt die selbe Feder hinein. Eventuelle Unpässlichkeiten gleicht die Vorspannhülse aus, oder was glaubt ihr, weshalb so ein blödes Rohr mit eingebaut wird? Dann Dämpferöl hinein, Viskosität, Menge und Luftpolster in einem schnellen Test ermittelt und das war es.

Ein Fahrwerkskomponentenhersteller macht das nicht viel anders, verwendet vielleicht hochwertigere Dämpferbauteile und gibt sich vielleicht etwas mehr Mühe bei der Grundabstimmung.

 

Einzig und alleine ein Fachbetrieb, der die Firmenstruktur aufweist, Einzelanfertigungen zu machen, kann das leisten, was euch vollmundige Werbung verspricht.

Und nach meiner Erfahrung sind diese Betriebe um so qualifizierter, je weniger geheimnisvoll sie ihre Arbeit beschreiben.

 

@MBATiger Ich hoffe du bekommst was du suchst. Es hört sich jedenfalls gut an.

  • Like 1
  • Thanks 1
Posted
vor 7 Stunden schrieb Düse:

Bin ich zwar anderer Meinung, wie ich oben schon schrieb, aber eine kpl. Überholung mit Öhlins- Teilen wird sicher eine gute Investition sein.

Lass dir genau sagen, welches Öl er einfüllt und welche Luftkammer er einstellt, dann hast du schon die Werte fürs nächste Mal.

 

Fred

Ja mach ich auf jeden Fall. Werde euch dann berichten wie die Gabel dann geworden ist... 

 

 

Posted
vor 4 Stunden schrieb MelKlu:

@Düse Hallo Fred,

Die Herstellung von Fahrwerkskomponenten ist keine Raketenwissenschaft. Aber die effektive Kombination der Komponenten erfordert viel Erfahrung und viel Gefühl.

Den Kunden nach seinem Gewicht und Einsatzzweck zu fragen ist ein Marketing Gag, der offensichtlich gut funktioniert. Aber überlegt einmal, welcher Zubehör-Händler dieses leisten kann? Also muss im idealen Fall ein Federbein oder eine Gabelfeder beim Hersteller einzeln bestellt werden. Dieser Hersteller beliefert allerdings die Fahrzeugindustrie, konfektioniert große Serien und ist sicherlich begeistert, wenn jede Woche ein kleiner Händler bei ihm anruft, 30 min. Anforderungsprofile diskutiert, dann ein Teil aus seiner Serie herausnimmt, und seinen besten Mechaniker das Teil von Hand zusammenbauen lässt. Und letztlich noch über Rabatte feilschen?!

Glaubt es oder auch nicht: Bei einer Federbeinbestellung bekommt ihr eine homoglierte Standartkonfiguration, bestenfalls mit angepasster Federvorspannung.

Bei Gabelfedern sieht das nicht besser aus. Federschmiede haben 2, 3 verschieden dicke Drähte, die sie um verschiedene Dorne herum wickeln, für unterschiedliche Gabelquerschnitte. Der Abstand der Lagen und die Drahtfestigkeit bestimmt dabei die spätere Federkraft. Für ein paar Cent mehr werden sie noch progressiv gezogen. Diese Federn werden dann abgelängt und thermisch nachbehandelt. So gehen sie an die Motorradhersteller oder Firmen wie die von euch benannten.

Da Federelemente geprüft und zugelassen werden müssen, geschieht dies mit einem Prototypen des Motorrads aber auch des Fahrers. Alleine schon wegen der Stückzahlen tut sich hierbei der Motorradhersteller finanziell viel leichter als ein Fahrwerksspezialist, doch überall wird gespart. Bike X, Bike Y, haben den selben Gabeldurchmesser, etwa das selbe Gewicht auf dem Vorderrad plus Fahrergewicht 200 lb, also kommt die selbe Feder hinein. Eventuelle Unpässlichkeiten gleicht die Vorspannhülse aus, oder was glaubt ihr, weshalb so ein blödes Rohr mit eingebaut wird? Dann Dämpferöl hinein, Viskosität, Menge und Luftpolster in einem schnellen Test ermittelt und das war es.

Ein Fahrwerkskomponentenhersteller macht das nicht viel anders, verwendet vielleicht hochwertigere Dämpferbauteile und gibt sich vielleicht etwas mehr Mühe bei der Grundabstimmung.

 

Einzig und alleine ein Fachbetrieb, der die Firmenstruktur aufweist, Einzelanfertigungen zu machen, kann das leisten, was euch vollmundige Werbung verspricht.

Und nach meiner Erfahrung sind diese Betriebe um so qualifizierter, je weniger geheimnisvoll sie ihre Arbeit beschreiben.

 

@MBATiger Ich hoffe du bekommst was du suchst. Es hört sich jedenfalls gut an.

Danke dir. Ja ich denke ich bin bei ihm gut beraten. Er hatte mir auch auf der Rennstrecke in Brünn, meine ZX10R sehr gut abgestimmt bzw. eingestellt. 

 

Werde jedenfalls berichten. 

 

LG 

Posted
Am 22.11.2025 um 08:34 schrieb MBATiger:

Guten morgen zusammen :xmas19:

 

Wie sind da eure Erfahrungen mit diesen Federn? Und welches gabelöl würdet ihr mir dann empfehlen ein 10er oder 15 er ? 

 

 

Hallo Matze,

 

ich hab meiner Tiger einmal komplett Wilbers spendiert...vorne und hinten. Fährt sich deutlich besser als original. Zusätzlich hab ich an der Gabel noch Versteller für die Federvorspannung verbaut, wenn ich mich recht erinnere waren die von einer FZR. So kann ich jeweils für On-o. Offroad die ganze Mimik etwas härter bzw. weicher stellen.

Posted
vor 4 Stunden schrieb Mettigel:

   ...   . So kann ich jeweils für On-o. Offroad die ganze Mimik etwas härter bzw. weicher stellen.   ...   

 

Hallo Thomas,

 

auch du gehörst zu den Leuten, die den Sinn der Federvorspannung nicht verstanden haben. Mit der Federvorspannung kann man kein Fahrwerk härter oder weicher machen! Damit passt man lediglich das Motorrad dem Beladungszustand an. 

  • Thanks 1
Posted

Moin,

keine Sorge, ich hab den Sinn eines Fahrwerks und dessen Einbau und Einstellung schon vor über 30 Jahren verstanden. Härter und Weicher sind natürlich nicht die richtigen Begriffe, für nicht ganz so Versierte aber verständlicher. Aber Danke dafür, das du das hier nochmal richtiggestellt hast.

  • Confused 1
  • Sad 1
Posted

Wir sorgen uns nicht um dich und deine 30 Jahre Erfahrung.

Wir sorgen uns um "nicht ganz so Versierte", die immer wieder mit falschen Vorstellungen die Vorspannung spielen, weil große Vorbilder nicht die richtigen Begriffe vermitteln.

Sorry!

  • Like 2
  • Thanks 1
Posted
vor 8 Stunden schrieb Mettigel:

   ...    Zusätzlich hab ich an der Gabel noch Versteller für die Federvorspannung verbaut, wenn ich mich recht erinnere waren die von einer FZR. So kann ich jeweils für On-o. Offroad die ganze Mimik etwas härter bzw. weicher stellen.   ...   

 

vor 1 Stunde schrieb Mettigel:

   ...   ich hab den Sinn eines Fahrwerks und dessen Einbau und Einstellung schon vor über 30 Jahren verstanden. Härter und Weicher sind natürlich nicht die richtigen Begriffe, für nicht ganz so Versierte aber verständlicher.    ...   

 

Hai Thomas,

 

dann verstehe ich deine ganze erste Aussage nicht! Du hast Versteller für die Federvorspannung an der Gabel verbaut und stellst die Gabel da um ob on- oder offroad. Und genau das funktioniert nicht! 

Posted
vor 45 Minuten schrieb Gummikuhfan:

 

 

Hai Thomas,

 

dann verstehe ich deine ganze erste Aussage nicht! Du hast Versteller für die Federvorspannung an der Gabel verbaut und stellst die Gabel da um ob on- oder offroad. Und genau das funktioniert nicht! 

Natürlich funktioniert das. 

Er hat über die erhöhte Vorspannung mehr Sicherheit gegen Durchschlagen bis zum hydraulischen Anschlagpunkt der Gabel  im Gelände bei Schlaglöcher. Natürlich hat er dabei auch eine höhere Front vor allem im dynamische Bereich.  Na und, für die Straße kann er mit seinen Verstellern ja easy wieder zurück. 

... und wenn er sagt " gefühlt wird die Gabeln dadurch härter " so weiß man doch was er damit meint. 

 

  • Thanks 1
  • Nein 1
Posted

Hallo Gummikuhfan,

 

ist ganz einfach: ich nutze die Tiger nicht nur als Dayli Driver, sondern nutze sie auch für mehrwöchige Reisen (u.a. Island-Irland-Schottland-Spanien). Das bedeutet, ich fahre mit ner Menge Gepäck (Zelt-Schlafsack-Klamotten etc.) von A nach B. Vor Ort lass ich das ganze Geraffel gerne in der Unterkunft, wenn ich auf Tour gehe (auch mal Offroad). Bin nicht mehr der Jüngste, und die Karre hebt sich einfacher auf ohne Gepäck  :D. Bedeutet also, verschiedene Beladungszustände. Und ohne jetzt in´s Fachchinesisch abzudriften finde ich das ganz angenehm, dementsprechend die Vorspannung zu verstellen. Hatte die Gabel eh auseinander, also warum nicht gleich etwas modifizieren. Wäre natürlich noch schöner, wenn Zug-und Druckstufe vorhanden wären, aber man kann nicht alles haben. Ist halt ne alte Lady.

 

 

  • Nein 1
Posted

Und gleich noch Zwei, den Thumbs Up Vergeber rechne ich mit dazu, die es nicht verstanden haben... :nono1:

 

Eine Gabel, die zu wenig vorgespannt ist, hüpft nahe am Endanschlag, in ihrer Progression herum. Die Folge ist, sie fühlt sich hart an. Wird die Vorspannung angehoben, so dass sie ihren Ruhepunkt bei etwa 30/70 hat, kann sie mehr Einfederweg nutzen, bis sie in die Progression kommt. Praktisch gesehen ändert sich dadur aber nichts an der Härte der Feder oder der Dämpferrate.

 

Während man durch die veränderbare Vorspannung hinten, zumindest die Fahrwerksgeometrie als auch das Federwegverhältnis, der Beladung anpassen kann, macht das an der Gabel nicht viel Sinn. Diese trägt am zusätzlichen Gewicht nur einen minimalen Anteil (Tankrucksack), Ausnahme beim Bremsen.

So hat der Tourer nur die Wahl zwischen weniger Geschaukel oder besserem Ansprechen.

Da Fahrzeughersteller nur den 90 Kilogramm-Fahrer kennen, behalten Fahrwerkspezialisten ihre Daseinsberechtigung. Federelemente mit der, für die Nutzung passende Feder- und Dämpferrate einzustellen.

  • Like 3
Posted
vor 45 Minuten schrieb MelKlu:

   ...   Praktisch gesehen ändert sich dadur aber nichts an der Härte der Feder oder der Dämpferrate.   ...   

 

Stimmt, die Härte der Gabel kann man nur durch einen Austausch der Federn gegen welche mit höherer Federrate verändern.

Posted
vor einer Stunde schrieb MelKlu:

Ausnahme beim Bremsen.

So hat der Tourer nur die Wahl zwischen weniger Geschaukel oder besserem Ansprechen.

 

Eben. Weniger Geschaukel ist bei der Speichentiger doch schon ein deutlicher Komfortgewinn, jedenfalls für mich. Und über das Ansprechverhalten von Schwimmsattelbremsen nur soviel:

aus einer Eule wird niemals ein Schwan :lol:

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...