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Kaufberatung: Tiger 1200 XRT oder XCA? Oder doch was anderes?


kwi_bln

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Hallo zusammen,

seit ungefähr 20 Jahren bin ich auf einer Africa Twin (RD07) unterwegs, nun muss ein neues Motorrad her.

 Meine Anforderungen an das neue Motorrad sind:

  1. Sehr gute Fahrbarkeit im Stadtverkehr (ich lebe in Berlin)
  2. Gute Langstreckentauglichkeit für 2 Personen (steht leider ein bisschen im Widerspruch zu 1.)
  3. Ein Abstecher über einen Feld/Sandweg zum See muss problemlos drin sein, d.h. aber nicht, dass ich sie wirklich im Gelände bewegen will
  4. Fahrspass, d.h. für mich eher gleiten als rasen ?

 Ich habe mir die neue Africa Twin natürlich angesehen und habe sie auch Probe gefahren.

In der Stadt ist sie super (aufgrund ihrer Wendigkeit), im Gelände ist sie mir fast zu leistungsfähig für meine Anforderungen, auf der anderen Seite scheint sie mir aber nicht die ideale Reisemaschine für zwei Personen zu sein.

Ich habe deshalb eine Triumph Tiger 1200 XRT Probe gefahren (nur Landstrassen, Autobahn), die mir sehr gut gefallen hat. Vor allem das unglaublich komfortable Fahrwerk hat mit gefallen. Der Motor natürlich auch ?

 Allerdings sind ein paar Fragen offen geblieben, die ich hier gerne stellen würde. Vielleicht kann jemand helfen.

 1. Fahrbarkeit im Stadtverkehr:

  • Fährt jemand die Tiger 1200 regelmässig im Grossstadtverkehr?
    Ich bin 1,82 gross und 85 kg schwer. Mit der AT hatte ich mit dem Gewicht nie Probleme im Stadtverkehr, weder bei Lansamfahrt noch beim Rangieren. Vielleicht ist mir die Tiger 1200 aber auf Dauer doch zu wuchtig in der Stadt.
  • Hat die XCA einen anderen (breiteren) Lenker als die XRT und läßt sie sich deshalb möglicherweise in der Stadt besser fahren?
  • Die XCA scheint noch ein paar Kilo schwerer zu sein als die XRT. Macht sich das in der Stadt bemerkbar?
  • Hat jemand mit dem Thema persönliche Erfahrungen?

 2. Reisetauglichkeit:

  • Irgendwo habe ich gelesen (hab leider vergessen wo), dass es es bei hohen Geschwindigkeiten Schwierigkeiten mit den Speichenrädern gab. Kann jemand etwas berichten?

 3. Geländetauglichkeit:

  • Wie gesagt, es geht nur um wirklich leichtes Gelände (Feldweg, Sandpiste, Schotterstraße). Sind hier Probleme mit den Leichtmetallrädern zu erwarten (Belastbarkeit im Gelände) und sollte man deshalb besser zur XCA greifen? Ich will mir keinen Kopf machen, wenn ich mal auf eine Huckelpiste in Brandenburg einbiegen muss. Aufgrund des Gewichts sind auch mit der XCA bei mir keine richtigen Geländeausflüge zu erwarten.

 Wie gesagt, bin ich an persönlichen Erfahrungen interessiert, Vielleicht hat ja jemand vor den gleichen Fragen gestanden.

 Danke und liebe Grüße

 Klaus

 PS: Habe hier gelesen, es gab Schwierigkeiten mit der Niederlassung in Berlin Weissensee. Hat sich das inzwischen gebessert?

 

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Moin Klaus,

 

so betrachtet paßt die 1200er schon auf deine Anforderungen, jedoch bei 3. mit der Einschränkung, daß man eine großen Bogen um die Sandkästen machen sollte. Ein Feldweg (trocken) oder eine Schotterpiste sind sogar mit reinen Straßenreifen drin. Von daher ist der große Tiger sicher eine Alternative für dich.

 

Großstadt ?

Ich bin häufiger in Stuttgart unterwegs und wenn man nicht mit Vollgas zwischen den PKW durchsticht, klappt das gut, sogar mit den Alukoffern dran. Vielleicht haben die Dosentreiber aber auch nur Angst um Ihre Außenspiegel....

Lenkerbreite ?

Beide Typen haben die gleichen Segelstangen, also kein Unterschied.

Gewicht?

Ja, die XCA ist nochmals ein paar Kilo schwerer. IN der Gewichtsklasse fällt es aber kaum mehr auf.

Erfahrung?

Ja, habe ich mittlerweile (18 TKm in 14 Monaten) mit der XCx (XCa für Arme).

Speichenräder?

bei den frühen Explorer XC gab es mit den Excel-Felgen wohl größere Probleme mit Höhen- und Seitenschlag. Mittlerweile sind es Acrond-Felgen und zumindest bei meinem Tiger benehmen sich die Speichenfelgen unauffällig. Auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Dosenbahn.

Huckelpisten?

Wenn du wie ein geübter Panzerfahrer die Huckelpiste fährst und nicht versuchst von Huckel zu Huckel zu springen, sollten auch die Gussfelgen überleben. Bei groben Schlägen sind die Speichenfelgen stabiler....

 

Ich kann die Sache leider nur aus der Sicht einer 2016er XCx betrachten, aber die trifft deine Anforderungen schon sehr gut.

 

Also ausprobieren und dann die nehmen, die das beste Paket bietet.

 

Schöne Grüße

Jens

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kann jetzt nur für die alte Exp. sprechen, also Erstserie. für Tour und Sozia absolut Klasse.

Stadtverkehr ... eher wie LKW, wenn man auch paralell noch 2as leichteres in der Garage hat und den direkten Vergleich.  die AT ist da gefühlt 50kg leichter, deutlich besser von der Balance/Schwerpunkt. Mit DCT Getriebe natürlich auch perfekt für Stadtverkehr.  

alles gute Moppeds, kommt halt auf die persönlichen Prioritäten an

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vor 16 Stunden schrieb kwi_bln:
  • Wie gesagt, es geht nur um wirklich leichtes Gelände (Feldweg, Sandpiste, Schotterstraße).

 

 keine probleme bei mir mit dem angesprochenen (deutschland (feldwege), frankreich ("tiefer" split), schottland (schotterstraßen, feldwege etc.), sardinien, kalabrien (feldwege), korsika) mit reinen straßenreifen (michelin piro 4 / 5), allerdings solltest du es nicht in wirklich tieferem schotter / sand / matsch probieren, dazu braucht es halt was mit stollen. dürfte dann aber auch mit gussfelgen gehen, willst ja sicher nicht irgendwelche sprungeinlagen machen der beschreibung nach ...

 

Edited by merkosh
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Hallo Klaus,ich kann zwar nichts zur 1200erter sagen,aber in Weißensee hat sich nichts geändert.Der Andi hier aus dem Forum und auch aus Berlin fährt seid diesem Jahr die neue.Schreibe Andi einfach Mal an.Der kann dir deine Fragen beantworten.

 

Gruß Jürgen

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Zu 1.

Mit der TEX durch die Stadt ist Pflicht und nicht Kür: Zu fett das Teil und der Motor nicht spontan genug.

zu 2.

Geniale Langstreckeneignung bei stets lässiger Sitzhaltung, auch für die Sozia.

zu 3.

Keine besondere Geländeeignung die nicht jedes andere Motorrad auch mitbringen würde. Der hohe Schwerpunkt und die Schwierigkeit das Bike bei Bedarf wieder aufzuheben sind sogar besonders hinderlich.

 

Was du suchst ist ein Bike das viele suchen. Da es so ein Superbike aber nicht gibt, wird es nicht ohne Kompromiss gehen.

Je nach dem wie man gewichtet ist entweder die AT oder die 1200'er das bessere Bike.

 

Gruß Rheinweiss

 

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Fahr die XRT doch nochmal Probe. Mit Schwerpunkt Stadtverkehr.

Ich bin die XRT auch zweimal Probe gefahren (das zweite Mal mit meiner Frau). Wenn du echtes Kaufinteresse zeigst, wird dir der Händler das Mopped auch dreimal zum testen geben. Wenn er allerdings den Eindruck hat, du willst dir nur einen schönen Tag auf der XRT machen, dann sicher nicht.;)

 

Zu 1 Stadt)

Ich hatte die Explorer XCA vorher und die Tiger XRT jetzt und empfinde die neue Tiger in allen Bereichen als handlicher; auch in der Stadt, obwohl ich da selten fahre. Aller XRT-Handlichkeit zum Trotz wird ein 200 kg Mopped in der Stadt immer handlicher sein, als eine handlichere, neue XRT. Du musst wissen, welcher Schwerpunkt (Stadt, Land, Reise, etc...) dir am wichtigsten ist. Ob die AT handlicher in der Stadt ist, kann ich nicht sagen. Vermute das aber. Und im Gelände sowieso. Schreibst du ja selber.

 

Zu 2 Langstrecke)

GENIAL :D Mehr ist dazu nicht zu sagen. Auch und insbesondere für zwei große Personen um die 1,90m wie meine Frau und mich.

 

Zu 3 Abstecher)

Die genannten Beispiele fahre ich dir auch mit einer Harley. Also kein Problem mit einer Tiger; auch nicht mit Gussfelgen. Für Mehr, hole dir was Leichtes.

 

Zu 4 Gleiten)

GENIAL :D Ich gleite meist - und bin entspannt. Und rase seltener - und bin entspannt.

 

Alles andere ist oben bereits gesagt.

 

Gruß

 

Olli

Edited by Bumo
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Ich fahre mit der XRT auch mal durch das Gewimmel in Berlin, schließlich wohne ich ja hier.

Das Teil ist kein Lückenflitzer, aber das durchschlängeln mache ich in Deutschland eh nicht.

An das hohe Gewicht habe ich mich gewöhnt, die TEX ist zum Glück eine wuchtige Erscheinung, die auch bei den meistens Autofahrern nötigen Respekt und Aufmerksamkeit bewirkt.

Achja, 1,70m und 75kg bin ich.

 

Reisen ist ihr Ding, ultrabequem und selbst mit Sozia und Gepäck über alle Zweifel erhaben.

Leichtes Offroad geht auch, dabei kann der spezielle Fahrmodus sehr beruhigend und auch helfend unterstützen.

Speichenräder sind meiner Meinung nach eher Zierde als Notwendigkeit.

Für Notwendigkeit zu schwer und auch nur 19" Vorderrad.

Was mit ihr geht, können auch die Gussräder ab.

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Vielen Dank erst einmal an alle für die kompetenten Antworten und die Anregungen.

Ich werde die XRT 1200 noch einmal probe fahren und zwar mit Schwerpunkt Stadtverkehr und langsam fahren / rangieren.

Danach werde ich entscheiden und dann hier berichten.

Liebe Grüße aus Berlin

Klaus

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wenn du beim langsam fahren probleme hast hilft auch der luftdruck im reifen, z.b. ist der michelin road 5 (meiner meinung nach) auf der 2012er EX mit der triumph empfehlung (2,5 / 2,9) sehr leicht und agil (etwas wie die 2018er XRT) aber auch etwas kippelig, mit der michelin empfehlung (2,2 / 2,5) aber sehr neutral und auch bei langsam fahren sehr stabil

 

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